Linker Bereich: Die linke, größere Hälfte hat einen kräftigen magenta- bzw. pinkfarbenen Hintergrund. Darauf steht in großen, weißen Buchstaben das Zitat: „Die wichtigste Zukunftskompetenz ist nicht KI. Es ist die Fähigkeit, mit Menschen erfolgreich zusammenzuarbeiten“ Ganz unten links befindet sich in weißer Schrift der Name Katrin Winkler. Rechter Bereich: Die Farbfläche geht in einer geschwungenen Kurve in ein Porträtfoto über. Es zeigt Katrin Winkler in einem weiß-blau gemusterten Oberteil mit roten Akzenten und eleganten Ohrringen. Sie schaut mit einem nachdenklichen, fokussierten Blick leicht nach unten rechts.

Future Skills: Wir diskutieren über KI – Unternehmen suchen Kommunikation

Wer derzeit Veranstaltungen, Podcasts oder LinkedIn verfolgt, könnte leicht den Eindruck gewinnen, dass die wichtigste Zukunftskompetenz unserer Arbeitswelt das Prompten von KI-Systemen ist.

Doch die aktuelle TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 zeichnet ein anderes Bild.

Menschliche Kompetenzen schlagen Technologie

Auf die Frage, welche sogenannten „Future Skills“ in Zukunft besonders wichtig werden, nennen 88 % der Unternehmen soziale und menschliche Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Teamführung.

Technologische und digitale Kompetenzen folgen mit 70 % deutlich dahinter.

Das überrascht. Oder vielleicht auch nicht.

Denn Technologie verändert Prozesse. Menschen verändern Unternehmen.

Die zentralen Fragen der Arbeitswelt von heute

Die meisten Herausforderungen, mit denen Führungskräfte heute konfrontiert sind, lassen sich nicht allein durch Technologie lösen:

👉 Wie gelingt Zusammenarbeit in hybriden Teams?

👉 Wie gehen wir mit Unsicherheit und permanenter Veränderung um?

👉 Wie schaffen wir Vertrauen in Zeiten von Transformation?

👉 Wie führen wir Mitarbeitende unterschiedlicher Generationen?

👉 Wie lösen wir Konflikte konstruktiv?

👉 Wie begeistern wir Menschen für Veränderung?

Für keine dieser Fragen liefert ChatGPT die eigentliche Antwort. Die Antwort liegt vielmehr in der Fähigkeit von Menschen, mit Menschen wirksam zu arbeiten.

Das KI-Paradoxon in deutschen Unternehmen

Interessant ist dabei ein weiterer Befund der Studie: Bereits 56 % der Unternehmen nutzen KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Copilot im Arbeitsalltag. Gleichzeitig haben jedoch nur 27 % ihre Mitarbeitenden bereits gezielt zu KI weitergebildet.

Wir erleben aktuell also ein bemerkenswertes Paradoxon:

Die Technologie verbreitet sich schneller als die Kompetenz.

Und während Unternehmen intensiv über Digitalisierung sprechen, wird gleichzeitig deutlich, dass die eigentlichen Zukunftskompetenzen häufig dort liegen, wo Maschinen an ihre Grenzen stoßen:

  • Kommunikation
  • Kreativität
  • Empathie
  • Führung
  • Lernfähigkeit
  • Veränderungskompetenz

Future Skills neu denken: Die Verbindung von Mensch & Technik

Gerade deshalb sollten wir den Begriff „Future Skills“ neu denken.

Future Skills sind nicht entweder digitale oder soziale Kompetenzen. Future Skills sind die Fähigkeit, beides miteinander zu verbinden.

Menschen müssen verstehen, wie neue Technologien funktionieren. Aber sie müssen ebenso verstehen, wie man Teams entwickelt, Vertrauen aufbaut, Konflikte löst und Veränderungen gestaltet.

Orientierung schaffen als Erfolgsfaktor

An der Kempten Business School erleben wir dies täglich in unseren MBA-, Leadership- und Weiterbildungsprogrammen. Unternehmen suchen nicht nur nach Menschen, die KI nutzen können.

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Sie suchen nach Menschen, die Orientierung geben können.

Vielleicht ist das die zentrale Erkenntnis der Studie:

Die Zukunft wird digital. Erfolgreich gestaltet wird sie dennoch von Menschen.“

Quelle:

TÜV-Verband. (2026). TÜV-Weiterbildungsstudie 2026: Zukunft durch Kompetenzen – Weiterbildungspraxis in deutschen Unternehmen. Berlin: TÜV-Verband.