Auf der linken Seite befindet sich eine schwarze Fläche mit dem großen, weißen Zitat: „HR wird immer strategischer. Warum ist der MBA im Personalbereich trotzdem noch die Ausnahme?“ Unten links steht in weißer Schrift der Name Katrin Winkler. Die rechte Bildhälfte geht in geschwungener Form vor einem terracotta- bzw. rotfarbenen Hintergrund in ein Porträtfoto über. Es zeigt Katrin Winkler in einem schimmernden, silberfarbenen Wickeloberteil mit verschränkten Armen und einem fokussierten, präsenten Blick in die Kamera.

Warum machen eigentlich so wenige Personaler einen MBA?

Diese Frage beschäftigt mich schon seit einiger Zeit.

In unserem MBA an der Kempten Business School begegnen sich Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen und Funktionen. Da sitzen Ingenieure neben Vertriebsmitarbeitern, Controller neben Marketing-Experten, Führungskräfte aus Produktion, IT oder Einkauf lernen gemeinsam und profitieren voneinander.

Was mir dabei immer wieder auffällt: HR ist extrem selten vertreten.

Die Rolle von HR hat sich verändert

Dabei hat sich die Rolle von HR in den letzten Jahren massiv verändert.

Personaler gestalten Transformationen, begleiten Change-Prozesse, entwickeln Führungskräfte, treiben Kulturwandel voran, beschäftigen sich mit Künstlicher Intelligenz, Workforce Planning, Employer Branding und Fachkräftesicherung.

Sie beraten Geschäftsführungen und arbeiten zunehmend als strategische Business Partner.

Umso mehr frage ich mich, warum ein MBA im HR-Bereich scheinbar noch immer die Ausnahme ist.

Oder ist das einfach nur anekdotische Empirie und andere MBA-Programme sind voll mit Personalern?

Was bringt ein MBA für HR?

Ein MBA vermittelt weit mehr als klassische Betriebswirtschaft.

Er hilft dabei,

👉 Geschäftsmodelle zu verstehen
👉 wirtschaftliche Zusammenhänge einzuordnen
👉 strategisch zu denken
👉 Entscheidungen aus der Perspektive des gesamten Unternehmens zu betrachten

Gerade für HR halte ich diese Perspektive für besonders wertvoll.

Wer die Sprache von CFO, COO oder CEO spricht, kann Personalthemen noch überzeugender mit der Unternehmensstrategie verbinden.

Genau das wird heute von modernen HR-Bereichen immer häufiger erwartet.

Warum ist der MBA im HR noch keine Selbstverständlichkeit?

Natürlich basiert diese Beobachtung auf meinen eigenen Erfahrungen aus unserem MBA-Programm und erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch.

Aber sie wirft für mich eine spannende Frage auf:

Warum entscheiden sich vergleichsweise wenige Personaler für einen MBA?

Liegt es daran, dass …

  • 👉 andere HR-spezifische Weiterbildungen als passender wahrgenommen werden?
  • 👉 der betriebswirtschaftliche Mehrwert unterschätzt wird?
  • 👉 Zeit und Investition eine Hürde darstellen?
  • 👉 Arbeitgeber einen MBA im HR-Bereich noch nicht ausreichend fördern?
  • 👉 oder gibt es ganz andere Gründe?

Was meint ihr?

Ich freue mich auf einen spannenden Austausch.