Das Bild passt zum gewohnten Zitat-Layout: Linker Bereich: Auf schwarzem Hintergrund steht in großen weißen Buchstaben das Zitat: „Führung braucht Demut, nicht Überheblichkeit“ Ganz unten links steht in weißer Schrift der Name Katrin Winkler. Rechter Bereich: In einer geschwungenen Form schließt ein Foto an. Es zeigt Katrin Winkler draußen vor einem modernen Gebäude mit verschränkten Armen. Sie trägt ein kariertes Sakko, einen weißen Rock und blickt leicht nach oben.

Führung braucht Demut, nicht Überheblichkeit

„Wer glaubt, immer recht zu haben, hört irgendwann auf zu lernen.“

„Wer andere klein machen muss, um sich besser zu fühlen, ist als Führungskraft fehl am Platz!“

In vielen Organisationen begegnen wir immer wieder Führungskräften, die von ihren Fähigkeiten, ihrem Wissen oder ihrer Bedeutung außergewöhnlich überzeugt wirken.

Kritik wird abgewehrt, andere Meinungen werden abgewertet und Fehler grundsätzlich bei anderen gesucht.

Was steckt dahinter? Der Superiority Complex

Die Psychologie bezeichnet dieses Muster als Superiority Complex – d.h. die Tendenz, sich anderen überlegen zu fühlen.

Alfred Adler (1927) beschrieb bereits, dass übersteigertes Überlegenheitsstreben häufig weniger mit echter Stärke als mit der Kompensation innerer Unsicherheiten zu tun hat.

Woran erkennt man einen Superiority Complex?

  • 🔹 Kritik wird sofort abgewehrt oder relativiert.
  • 🔹 Fehler werden anderen zugeschrieben.
  • 🔹 Eigene Leistungen werden ständig hervorgehoben.
  • 🔹 Andere werden belehrt statt einbezogen.
  • 🔹 Abweichende Meinungen gelten als falsch oder inkompetent.
  • 🔹 Feedback wird ignoriert oder entwertet.
  • 🔹 Die eigene Sichtweise wird als einzig richtige betrachtet.

Die langfristigen Folgen für Teams & Unternehmen

Das Problem: Solche Führungskräfte wirken oft zunächst selbstsicher und durchsetzungsstark. Langfristig entstehen jedoch erhebliche Schäden.

  • 👉 Mitarbeitende ziehen sich zurück.
  • 👉 Ideen werden nicht mehr geäußert.
  • 👉 Kritische Hinweise bleiben unausgesprochen.
  • 👉 Die psychologische Sicherheit im Team sinkt.

Studien zeigen, dass psychologische Sicherheit eine zentrale Voraussetzung für Lernen, Innovation und Leistung ist (Edmondson, 1999).

Hinzu kommt: Wer von der eigenen Unfehlbarkeit überzeugt ist, hinterfragt Entscheidungen seltener. Forschung zum Overconfidence Bias belegt, dass übermäßige Selbstüberschätzung die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen deutlich erhöht (Moore & Healy, 2008).

Echte Stärke: Was gute Führung ausmacht

Die besten Führungskräfte müssen nicht beweisen, dass sie die Klügsten im Raum sind.

  • 👉 Sie stellen Fragen.
  • 👉 Sie hören zu.
  • 👉 Sie sind bereit, ihre Meinung zu ändern.

Und sie wissen: Führung bedeutet nicht, immer recht zu haben. Führung bedeutet, gemeinsam bessere Lösungen zu finden.

Selbstvertrauen ist eine Stärke. Überheblichkeit ist eine Schwäche.

Was meinst Du?

Kennst Du auch Führungskräfte bei denen Überheblichkeit im Vordergrund steht?