Die linke Hälfte besteht aus einem kräftigen, roten Hintergrund mit einem großen Zitat in weißer Schrift. Die rechte Hälfte zeigt ein Foto einer Frau in einem modernen Büro. Auf der roten Fläche steht ein großes Zitat in weißen Druckbuchstaben: „Multitasking ist kein Leistungsbeweis, sondern das Ergebnis davon, dass niemand entschieden hat, was wirklich zählt“ Ganz unten links, etwas kleiner geschrieben, steht der Name der Person, von der das Zitat stammt: Katrin Winkler. Im Vordergrund steht eine lächelnde Frau mit dunklen, hochgesteckten Haaren.Sie hat die Hände leicht geöffnet angehoben, als ob sie jongliert. Um sie herum scheinen mehrere bunte Kugeln (in Gelb, Orange, Rot, Blau und Türkis) in der Luft zu fliegen.

Konzentration auf Weniges: Warum Multitasking Führung oft schwächt

„Ich habe einfach zu viel auf dem Tisch.“

Dieser Satz gehört in vielen Führungsetagen zum Alltag.

Und genau deshalb wird er selten hinterfragt.

Denn häufig liegt das eigentliche Problem nicht in der Menge der Arbeit.
Sondern in fehlender Priorisierung.

👉 Zu viele parallele Themen
👉 Permanente Unterbrechungen
👉 Führung zwischen Meetings und E-Mails „mit erledigen“

Das wirkt schnell wie Komplexität, ist aber oft mangelnde Fokussierung.


Warum Fokus die eigentliche Führungsleistung ist

Konzentration auf Weniges ist unbequem.
Denn Fokus bedeutet immer auch Verzicht.

Weniger Themen heißt:
👉 bewusst Dinge nicht tun
👉 Projekte stoppen
👉 Prioritäten klar setzen
👉 Entscheidungen treffen

Und genau daran scheitert Führung im Alltag häufig.

Schon Peter Drucker formulierte treffend:

„Es gibt nichts Sinnloseres, als etwas effizient zu tun, das gar nicht getan werden sollte.“

Gerade in einer Arbeitswelt voller Reizüberflutung und permanenter Erreichbarkeit wird Fokus damit zu einer zentralen Leadership-Kompetenz.


Warum Multitasking oft ein Führungsproblem ist

Multitasking gilt in vielen Organisationen immer noch als Zeichen von Leistungsfähigkeit.

Dabei ist es häufig eher ein Symptom von Entscheidungsvermeidung.

Typische Muster:

  • Alles läuft gleichzeitig
  • Nichts wird wirklich abgeschlossen
  • Prioritäten ändern sich ständig
  • Führung wird reaktiv statt gestaltend

Die unbequeme Wahrheit lautet:

👉 Wer alles offen hält, trifft keine Entscheidungen.
👉 Wer alles priorisiert, priorisiert nichts.

Gerade Führungskräfte geraten dadurch schnell in einen Dauer-Reaktionsmodus ein Thema, das auch im HR-Kontext immer sichtbarer wird:
👉 HR unter Druck: Warum Weiterbildung im HR keine Nebensache mehr ist.


Was wirksame Führung stattdessen auszeichnet

Wirksame Führung bedeutet nicht, möglichst viele Themen parallel zu bewegen.

Sondern:

  • klare Prioritäten zu setzen
  • Dinge bewusst zu stoppen
  • Ressourcen zu bündeln
  • Fokus zu schützen

Das klingt einfach, ist im Alltag aber oft unangenehm.

Denn Fokus bedeutet immer auch:
👉 Nein sagen
👉 verschieben
👉 delegieren
👉 loslassen


Wie Konzentration auf Weniges konkret aussieht

In der Praxis zeigt sich Konzentration auf Weniges häufig sehr konkret:

👉Statt zehn paralleler Projekte werden bewusst nur drei priorisiert. Der Rest wird gestoppt oder verschoben.

👉Meetings werden abgesagt, wenn kein klares Ziel oder keine Agenda existiert.

👉„Dringende“ Anfragen werden nicht reflexartig übernommen, sondern priorisiert oder delegiert.

👉E-Mails werden gebündelt bearbeitet, statt im Dauer-Reflex beantwortet zu werden.

👉Führungsgespräche erhalten feste Zeitfenster und fallen nicht permanent dem Tagesgeschäft zum Opfer.

👉Projekte werden beendet, obwohl bereits viel investiert wurde, statt „tote Pferde“ weiterzureiten.

Genau solche Entscheidungen unterscheiden operative Überforderung von wirksamer Führung.


Fazit

Führung zeigt sich nicht darin, wie viele Themen gleichzeitig laufen.

Sondern darin, was bewusst nicht läuft.

Oder zugespitzt formuliert:

Überlastung ist oft weniger eine Folge von Arbeit, sondern von fehlenden Entscheidungen.