Auf der linken Seite befindet sich ein dunkler Hintergrund. Darauf steht in weißer, gut lesbarer Schrift das Zitat: „Manche Menschen gehen nach nur 1 Tag im neuen Job, weil sie sofort merken: Das passt nicht. Und das ist völlig okay“. Ganz unten links steht wie gewohnt der Name Katrin Winkler. Die rechte Bildhälfte zeigt Katrin Winkler. Sie blickt mit einem offenen, freundlichen Lächeln direkt in die Kamera. Sie trägt ein helles Oberteil und einen gelben Schal.

HR unter Druck: Warum Weiterbildung im HR keine Nebensache mehr ist

37 % investieren weniger als einen Tag pro Jahr in Weiterbildung

Laut der aktuellen Stepstone HR-Studie 2025 investieren 37 % der Personalverantwortlichen weniger als einen Tag pro Jahr in Weiterbildung.

Eine Zahl, die nachdenklich macht und gleichzeitig erstaunlich plausibel wirkt.

Denn wer mit HR-Verantwortlichen spricht, hört oft ähnliche Sätze:

👉 „Das Thema ist total wichtig.“
👉 „Müsste ich mich eigentlich intensiver mit beschäftigen.“
👉 „Gerade fehlt einfach die Zeit.“

Und genau dieses „später“ wird im HR-Alltag erstaunlich selten zu einem echten „jetzt“.

Das Problem ist dabei meist nicht fehlendes Interesse oder mangelndes Bewusstsein. Im Gegenteil: Viele HR-Verantwortliche wissen sehr genau, wie wichtig Themen wie Transformation, HR Analytics oder strategische Personalarbeit geworden sind.

Die eigentliche Herausforderung liegt woanders:

👉 Der operative Alltag lässt kaum Raum für echte Weiterentwicklung.


HR arbeitet häufig im Dauer-Reaktionsmodus

Zwischen Recruiting, Personalgesprächen, Konflikten, ad-hoc Themen und permanentem Erwartungsdruck bleibt wenig Zeit, um sich strategisch weiterzuentwickeln.

Und genau dadurch entsteht ein kritischer Widerspruch:

👉 HR soll Zukunft gestalten, entwickelt sich selbst aber oft zu wenig weiter, um genau das wirksam tun zu können.

Das ist besonders problematisch, weil sich die Rolle von HR gerade massiv verändert.

Gefragt sind heute nicht mehr nur operative Prozesse, sondern:

  • strategisches Denken
  • Business-Verständnis
  • datenbasierte Entscheidungen
  • Veränderungskompetenz
  • Kommunikationsstärke

Passend dazu zeigt sich auch in anderen Bereichen, wie stark Lernen und Adaptionsfähigkeit heute über Wirksamkeit entscheiden:
👉 KI verändert Arbeit: Warum die eigentliche Disruption gerade erst beginnt


Warum Weiterbildung im HR heute strategisch wird

Weiterbildung im HR ist längst kein „Nice-to-have“ mehr.

Relevant wird Lernen vor allem dann, wenn es die eigene Wirksamkeit verändert.

Zum Beispiel:

  • wenn HR beginnt, das Business besser zu verstehen
  • wenn Daten nicht nur gesammelt, sondern argumentativ genutzt werden
  • wenn mehr Sicherheit in strategischen Diskussionen entsteht
  • wenn die eigene Rolle klarer und sichtbarer wird

Dann verändert Weiterbildung nicht nur Wissen, sondern Wirkung.

Und genau darin liegt der eigentliche Hebel.


Entwicklung braucht bewusst geschaffenen Raum

Viele Organisationen unterschätzen, dass Entwicklung nicht „nebenbei“ entsteht.

Wer permanent im Reaktionsmodus arbeitet, entwickelt selten neue Perspektiven.

Vielleicht liegt genau hier die eigentliche Herausforderung:
Nicht noch mehr Wissen anzusammeln, sondern sich bewusst Zeit für Entwicklung zu nehmen.

Ein ähnlicher Mechanismus zeigt sich übrigens auch in der Führungskultur vieler Unternehmen.
Hier gehts zum Blogbeitrag

“Offene Kommunikation im Unternehmen: Warum Kritik oft bestraft wird“.

Denn Lernen braucht:

  • Reflexion
  • Austausch
  • neue Perspektiven
  • kritisches Denken

HR Partner 2.0: Raus aus dem Reaktionsmodus

Genau aus diesem Gedanken heraus entstand der HR Partner 2.0 Kurs an der Kempten Business School.

Nicht als klassische Weiterbildung, die man „auch noch macht“.

Sondern als bewusster Rahmen für Entwicklung:

  • raus aus dem Reaktionsmodus
  • rein in strategisches Denken
  • mehr Sicherheit im Umgang mit Daten
  • mehr Klarheit in der eigenen Rolle