Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist rechts eine Frau mit schulterlangem, blondem, leicht gewelltem Haar zu sehen. Sie blickt direkt in die Kamera mit einem ruhigen, selbstbewussten Ausdruck. Sie trägt einen dunklen Blazer über einem hellen Oberteil. Der Hintergrund ist neutral gehalten. Auf der linken Seite des Bildes befindet sich ein dunkler Hintergrund mit großem weißem Text. Dort steht das Zitat: „Professionalität zeigt sich nicht an den guten Tagen sondern an den schwierigen Tagen“ Unter dem Zitat steht der Name: Veronica Ferres

„Professionalität zeigt sich nicht an guten Tagen. Sondern an schlechten.“

Dieser Gedanke stand im Mittelpunkt einer besonderen Session im Women in Leadership-Programm der Kempten Business School. Zu Gast war Veronica Ferres, die mit klaren und praxisnahen Impulsen ihre Perspektive auf Führung und Professionalität geteilt hat.

Im Kern ging es um eine zentrale Frage moderner Führung: Was bedeutet Professionalität in der Führung wirklich? Die Antwort darauf ist weniger glamourös als oft angenommen, dafür umso relevanter für den Führungsalltag.

Professionalität bedeutet, Aufgaben in hoher Qualität umzusetzen, unabhängig von der eigenen Stimmung. Auch an Tagen, an denen die Motivation fehlt, an denen man sich am liebsten zurückziehen würde oder sich unsicher fühlt. Führung ist kein Stimmungsberuf, sondern Verantwortung. Genau darin zeigt sich die wahre Führungskompetenz.

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Diese Verantwortung geht jedoch über die eigene Leistung hinaus. In einer Führungsrolle bedeutet Professionalität auch, Fehler offen einzugestehen, als Vorbild voranzugehen und Verantwortung sichtbar zu übernehmen. Gerade in schwierigen Situationen zeigt sich, wie Führungskräfte handeln: ob sie Verantwortung delegieren oder ob sie sich schützend vor ihr Team stellen. Dieses Verhalten schafft Vertrauen und Vertrauen ist die Grundlage wirksamer Führung.

Ein weiterer zentraler Aspekt, der in der Session hervorgehoben wurde, ist die Bedeutung von Netzwerken. Erfolgreiches Netzwerken ist kein Zufall, sondern strategische Beziehungsarbeit. Wer Netzwerke gezielt nutzen möchte, sollte sich bereits vor Veranstaltungen darüber im Klaren sein, wen er oder sie treffen möchte und welches Ziel verfolgt wird. Dabei hilft eine einfache, aber effektive Regel: Nach wenigen Minuten bewusst entscheiden, ob ein Gespräch vertieft werden sollte oder nicht. So entsteht echte Verbindung statt oberflächlichem Austausch. Sichtbarkeit entsteht nicht durch reine Anwesenheit, sondern durch Klarheit und bewusste Entscheidungen.

Auch der Umgang mit Konflikten gehört zur Professionalität in der Führung. Schwierige Gespräche lösen oft Unbehagen aus, das ist menschlich. Entscheidend ist jedoch nicht das Gefühl, sondern das Handeln. Für die eigenen Positionen einzustehen, Grenzen zu setzen und klar zu kommunizieren, gehört zu den zentralen Fähigkeiten einer Führungskraft. Gerade dann, wenn es unangenehm wird, zeigt sich echte Führung.

Genau hier setzt auch das Women in Leadership-Programm der Kempten Business School an. Es geht nicht nur darum, Frauen zu ermutigen, sondern sie gezielt in ihrer Führungsrolle zu stärken, mit Haltung, strategischem Denken, Professionalität und einem klaren Verantwortungsbewusstsein.

Leadership bedeutet nicht, sich immer souverän zu fühlen. Es bedeutet, auch in herausfordernden Situationen professionell zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Professionalität in der Führung zeigt sich dort, wo es schwierig wird und genau dort entsteht Vertrauen, Orientierung und wirksame Führung.